Montessoriorientierte Grundschule – Das sind WIR!

Montessoriorientiert – was verbirgt sich dahinter?

Diese Frage wird uns oft gestellt und führt zu Irritationen, aber erklärt sich doch recht einfach.

Wir, die Pädagogen der Georg-Klingenberg- Schule, nutzen viele Erkenntnisse Maria Montessoris, arbeiten mit den von ihr entwickelten Materialien, um unsere Schüler für das Leben in der menschlichen Gemeinschaft besser vorzubereiten. Somit fließen auch Methoden anderer Pädagogen und Erkenntnisse der heutigen Zeit mit ein und bieten sich dar wie ein Büfett aus einer Lehr- und Lernwelt. Aus diesem Grund beschreibt der Namensbeisatz „montessoriorientiert“ treffend die Vielfalt der Möglichkeiten, die wir in unsere Arbeit einbringen.

Die Pädagogik der Maria Montessori wird untermauert durch den Blick einer Naturwissenschaftlerin und Ärztin. Dabei wird das Kind in seiner Entwicklung nicht nur genau beobachtet, sondern es braucht auch Vorbild und Begleitung, um seinen Weg in die menschliche Gesellschaft zu finden. Wir sehen uns in der Rolle als Begleiter besonders verantwortungsvoll und wollen die Entwicklungsprozesse des Kindes optimal fördern.

Bewusst wenden wir das Prinzip der Altersmischung an, denn viel unkomplizierter gelingt Erziehungsarbeit, wenn jüngere und ältere Kinder miteinander arbeiten.

Somit ist die Jahrgangsmischung in den Flex Klassen ein fester Bestandteil unserer Schulgemeinschaft und wir schaffen und organisieren viele Anlässe, um die Klassen unterschiedlicher Jahrgänge zusammenzuführen.

Zu den Projekttagen der Forscherwoche treffen Schüler aus allen Klassen und Jahrgangsstufen in Projektgruppen zusammen und helfen sich gegenseitig und lernen nicht nur miteinander, sondern auch voneinander.

In Hinblick auf die Zukunft unserer Wissensgesellschaft bedeutet Montessori Pädagogik in unserer Schule Wissensvermittlung und Entwicklung von Schlüsselkompetenzen wie z. Bsp.:

> das fächerübergreifendes Lernen in Projektformen in Verbindung von Theorie und Praxis

> eine gezielte Beachtung und Entwicklung der Kommunikations- und Teamfähigkeit unserer SchülerInnen

> sowie die Förderung der Selbstständigkeit unserer SchülerInnen in ihrer Arbeit

> der Anerkennung von Eigeninitiative und die Herausbildung von Verantwortungsgefühl der SchülerInnen für ihre Arbeit und für die Gemeinschaft.


Diese Basiskompetenzen müssen früh angelegt und entwickelt werden und das sehen wir als eine unserer Hauptaufgaben.

Die Bedeutung der Montessori-Pädagogik für uns

 

                 „Pädagogik vom Kinde aus …“ Maria Montessori

                 „Hilf mir, es selbst zu tun!“ Maria Montessori

 

  1. DIE VORBEREITETE LERNUMGEBUNG
  2. ENTWICKLUNGSMATERIAL
  3. FREIARBEIT

 

  1. DIE VORBEREITETE UMGEBUNG

 

Die vorbereitete Umgebung stellt den Rahmen für die Arbeit mit Kindern dar und bezieht sich auf den Klassenraum und alle sich dort befindenden Dinge. Die vorbereitete Lernumgebung strukturiert den Lernprozess und gibt den Kindern Orientierung. Der Lehrer ist dafür verantwortlich, diesen Raum zu gestalten und die Kinder werden dazu angehalten, ihn zu pflegen. Zur Vorbereitung der Umgebung gehören:

Atmosphäre: Das Lernen findet in einer angstfreien und entspannten Umgebung statt. Der Lehrer vermittelt dem Kind, geborgen, angenommen und akzeptiert zu sein.

Mehrjahrgangsklassen: Dieses Vorgehen ermöglicht den Kindern vielfältige intellektuelle, emotionale und soziale Erfahrungen zu machen.

 

Platzierung des Materials: Es ist frei zugänglich, in Augenhöhe der Kinder, im Regal platziert. Sein Äußeres sowie seine Platzierung im Raum geben dem Material einen Aufforderungscharakter.

 

(vgl. Eichelberger, H. & Wilhelm, M.(2003):Entwicklungsdidaktik. Alle Kinder gehen ihren Weg, S. 74f.)

2. ENTWICKLUNGSMATERIAL

  •  Prinzip der Isolation der Schwierigkeiten
  • Das Merkmal der Ästhetik
  • Das Merkmal der Selbstkontrolle

 

Die Materialien sind so konstruiert, dass sich das Kind bei der Arbeit immer auf eine zu erlernende "Schwierigkeit" konzentrieren kann. Das Material ist attraktiv und ästhetisch, was die Kinder zum Gebrauch motivieren soll. Alle Materialien und Gebrauchsgegenstände sind von hoher Qualität. Das Kind soll dadurch Wertschätzung für die Dinge erlernen. Die Selbstkontrolle dient der Entwicklung wesentlicher Eigenschaften und Fähigkeiten der Schüler. Die Schüler sollen ihre Arbeit selbstverantwortlich und ehrlich kontrollieren können.

 

 

(vgl. Eichelberger, H. & Wilhelm, M.(2003):Entwicklungsdidaktik. Alle Kinder gehen ihren Weg, S. 75f.)

 

3. FREIARBEIT

 

  • Freie Wahl der Arbeit/des Lerngegenstandes
  • Selbstständigkeit/Selbsttätigkeit des Kindes
  • Freiheit der Zeit/Dauer
  • Freiheit der Kooperation

 

Die Freiarbeit beinhaltet die Freiheit der Bewegung in der vorbereiteten Umgebung. Die Freiheit der Wahl des Materials, nach dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes sowie die Freiheit der Zeit, d. h. die Länge des Konzentrationsvorgangs. Und letztlich die Freiheit der Kooperation mit anderen Kindern verschiedenen Alters.

 

 

(vgl. Eichelberger, H. & Wilhelm, M.(2003):Entwicklungsdidaktik. Alle Kinder gehen ihren Weg, S. 62, 79f.)

 

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